Der ZOLL AED Plus zählt weltweit zu den meistverkauften Defibrillatoren, und das aus guten Gründen: Er vereint herausragende ZOLL-Qualität mit äusserst kosteneffizientem Betrieb.

ZOLL ist ein Vorreiter in der Defibrillator-Branche und produziert nicht nur AEDs (Automatische Externe Defibrillatoren) für Ersthelfer, sondern auch Geräte für professionelle Anwender. Zahlreiche Schweizer Rettungsdienste, einschließlich der REGA, verlassen sich täglich auf Geräte von ZOLL.

Vorteile des ZOLL AED Plus: Warum wir ihn empfehlen

Aus unserer Sicht als Berufsprofis aus der Notfallmedizin und herstellerunabhäniger Anbieter von Defibrillatoren, ist der ZOLL AED Plus in den allermeisten Fällen unsere Geräteempfehlung - und das aus folgenden Gründen.


1. Attraktiver Anschaffungspreis

Der ZOLL AED Plus ist kostengünstig in der Anschaffung. Obwohl es günstigere Optionen gibt, ist der Preisunterschied gering. Betrachtet man aber nicht nur isoliert die Anschaffungskosten, sondern den Gesamtaufwand über die Jahre, bietet er das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Markt. Dies aus folgenden Gründen:


2. Wirtschaftliche Lithium-Batterien

Der ZOLL AED Plus verwendet als einzig uns bekanntes Gerät handelsübliche Lithium-Batterien (anstelle eines Akkus), die auch oft in Kameras verwendet werden. Diese Batterien sind bei Anbietern wie Brack, Galaxus und anderen Grosshändlern kostengünstig erhältlich. Dadurch sind Sie nicht auf spezialisierte Medizinalhändler und teure Akkus angewiesen (deren Preise oft das Zehnfache oder mehr der Batteriepreise betragen).


3. Lange Haltbarkeit der Batterien und Elektroden

Mit einer Batterielaufzeit von 5 Jahren und einer Haltbarkeit der Elektroden von ebenfalls 5 Jahren, bietet der ZOLL AED Plus längere Austauschintervalle, als alle anderen uns bekannten Hersteller.

Da die Batterien und die Elektroden das einzige sind, was bei einem Defi gezwungenermassen Unterhaltskosten verursacht, ist der ZOLL AED Plus das günstigste uns bekannte Gerät im Unterhalt. 


4. CPR-Feedback und klare Anweisungen

Die ZOLL-Geräte, einschliesslich des AED Plus, bieten Feedback zur Herzdruckmassage (CPR) und geben präzise Anweisung, wenn beispielsweise schneller oder tiefer gedrückt werden soll, was die Überlebenschancen des Patienten verbessern und Ihnen im Stress der Reanimaiton helfen soll.


Fazit: Unsere klare Empfehlung

Insgesamt ist der ZOLL AED Plus in den meisten Situationen unsere unbedingte Empfehlung. Seine Benutzerfreundlichkeit, Robustheit, Zuverlässigkeit, die tiefen Anschaffungs- und Unterhaltskosten, gepaart mit dem Fokus auf wesentliche Funktionen, machen ihn zur optimalen Wahl für 99% der Fälle. Kein überflüssiger Schnickschnack, sondern effiziente Hilfe im Notfall.

Was der ZOLL AED Plus nicht kann

Es gibt zwei Funktionen, die der ZOLL AED Plus nicht hat, die in Ausnahmefällen Sinn machen können.


1.) WLAN-Konnektivität und digitale Überwachung

Der ZOLL AED Plus hat keine WLAN-Konnektivität. Dagegen sind Defibrillatoren neuerer Generation (wie der  ZOLL AED 3, Lifepak CR2, Corpuls aed, usw.) WLAN-fähig. Dies bringt folgende Vorteile mit sich: Mithilfe gerätespezifischer Software werden niedrige Batteriestände oder auszutauschende Elektroden per E-Mail gemeldet werden. Bei größeren Beständen von Defibrillatoren kann dies eine Überlegung wert sein, jedoch können die Kosten für solche Software-Lizenzen pro Gerät recht hoch sein.

Für den ZOLL AED Plus und alle anderen Defibrillatoren ohne WLAN-Schnittstelle empfehlen wir, monatlich eine visuelle Überprüfung durchzuführen. Der ZOLL AED Plus verfügt über eine deutlich sichtbare Betriebsanzeige. Solange alles in Ordnung ist, zeigt sich ein grünes ✅. Im Falle von Problemen erscheint ein rotes ❌. In der Regel wird dieses ❌ nach etwa 5 Jahren erstmals angezeigt, wenn die Batterien ausgetauscht werden müssen. Die Einstellungen sind jedoch so ausgelegt, dass der Defibrillator trotz Anzeige eines ❌ noch eine Reanimation durchführen kann. Daher genügt eine monatliche Überprüfung.

Zudem ist das Verfallsdatum der Elektroden zu beachten. Beim ZOLL AED Plus ist dieses ebenfalls gut sichtbar, ohne dass das Gerät geöffnet werden muss. Natürlich kann man sich das Verfallsdatum auch einfach im Kalender notieren. Die Haltbarkeit der Elektroden beim ZOLL AED Plus beträgt beeindruckende 5 Jahre – eine längere Haltbarkeit als bei anderen Herstellern.

Die Zeiteinsparung durch die Nutzung einer spezialisierten Software beträgt maximal 30 Sekunden pro Monat. Bei einzelnen Geräten sollte also genau überlegt werden, ob die WLAN-Fähigkeit ein entscheidendes Kauf- oder Ausschlusskriterium ist. Insbesondere im öffentlichen Raum, wo eine solche Überwachung sinnvoll wäre, fehlt oft sowieso eine WLAN-Verbindung.


2. Kindermodus

Ein weiteres Argument gegen den ZOLL AED Plus kann das Fehlen eines Kindermodus. Ein solcher Modus reduziert die abgegebene Stromstärke für Kinder, ohne dass spezielle Kinderelektroden notwendig sind – diese Option bietet der ZOLL AED Plus nicht. Allerdings sind Kinderelektroden verfügbar. Hierbei sollte jedoch genau überlegt werden, ob die Anschaffung solcher Elektroden sinnvoll ist oder ein Kindermodus ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Auswahl eines Defibrillators darstellt. Dies hat folgende Gründe: 

1.) Kinderreanimationen sind Gott sei Dank sehr selten.

2.) Wenn sie vorkommen, sind kardiale Ursachen (Ursachen, die vom Herz aus kommen) bei Kindern sehr selten. Häufiger sind Atemwegsprobleme, Infektionen, Ertrinken oder Unfälle die Auslöser für Herzstillstände bei Kindern. Defibrillierbare Herzrhythmen bei Kindern sind daher auch selten (der Defi kann gar keinen Schock abgeben).

3.) Der Kindermodus betrifft Kinder im Alter von 1 bis 8 Jahren. Gemäß internationalen Reanimationsrichtlinien sollte ab einem Alter von 8 Jahren sowieso der Standardmodus mit den herkömmlichen Elektroden verwendet werden. Die Reanimationsrichtlinien empfehlen aber auch, dass, wenn kein Kindermodus oder keine Kinderelektroden vorhanden sind, der AED auch bei Kindern zwischen 1 und 8 Jahren ganz normal eingesetzt werden soll.

Aus diesen Gründen muss das Thema des Kindermodus im Anschffungsprozess eines Defibrillators sehr differenziert in Anbetracht des Risikopotentials von Reanimationen von Kindern betrachtet werden.

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